23.01.2027 00:00 Uhr

De lütte Plattschaul #12: Für Ihren Geburtstermin - Mecklenburgisches Staatstheater

Schwerin Schwerin
Kultur
Original: „Oh Schiet! Ick glöw, nu geiht dat los!“

Aussprache: [„Oh Schiiht! Ikk glöhf, nuh geit datt loos!“)

Übersetzung: („Oh Scheiße! Ick glaube, nun geht es los!“)

Es beginnt mit einem einfachen „Buukkniepen“ („Bauchkneifen“). Ein Blick auf den Test und ein entgeistertes „Ach du leiwe Tied“ („Ach du liebe Zeit“). Ein „Mi luust de Aap!“ („Mich laust der Affe!“) des überraschten Lebenspartners. Und dann - glückliche neun Monate später, mit schönen Momenten wie „All wedder! Wisst mal fäuhlen?“ („Schon wieder! Willst du mal fühlen?“) - ist es soweit, denn „dat Baby will säker jichtenswann an de frische Luft!“ („das Baby will sicher irgendwann an die frische Luft“).

So auch bei Luise, der jungen, schlagfertigen Protagonistin in unserer neuen Komödie Bliw doch tau’n Frühstück (Bleib doch zum Frühstück). Hochschwanger spaziert diese in die Wohnung und das gesetzte Leben des ahnungslosen Georg. Sie weiß nicht wohin und in eine Klinik kriegen sie „kein teihn Pier“ („keine zehn Pferde“).

„Un Se sünd einfach los, ahn tau weiten wo Se slapen koenen“ („Und Sie sind einfach los, ohne zu wissen, wo sie schlafen können?“), angesichts ihrer Lage, bringt es Georg einfach nicht über sich, Luise aus dem Haus zu werfen und somit auf die Straße zu setzen – so sehr er das auch eigentlich wollen würde, denn dieser jungen Frau mangelt es an Manieren.

Quelle: mecklenburgisches-staatstheater.de