19.06.2026 20:00 Uhr

Rubín de la Ana Flamenco puro arte - Die Seele von Jerez in der Moderne

Friedenskirche an der Deutschen Oper Berlin
Kultur
Rubín de la Ana führt die archaische Kraft von Jerez in eine kompositorische Weite: Im Dialog mit Cello und Tanz manifestiert sich der Duende – jener transzendente Moment, in dem die Zeit stillsteht - Eine klangästhetische Retrospektive und kompositorische Vision Es gibt Künstler, die ihre Heimat in sich tragen. Rubín de la Ana ist einer dieser seltenen Musiker, bei dem Gitarre und Gesang zu einer Einheit verschmelzen. Aufgewachsen im legendären Barrio de Santiago in Jerez, atmet seine Kunst die Geschichte des Flamencos. Bereits 1992 erkannte die Kritiker-Legende Manolo Liaño in ihm den „Bewahrer eines Heiligtums“ und würdigte ihn in Peñas und auf den großen Bühnen von Jerez und Cádiz als Talent, das die Essenz der Tradition in die Moderne tragen würde. Heute vollendet er Liaños frühe Vision und führt die archaische Kraft des Flamencos in kompositorische Weiten, wie er sie bereits auf seinem Album „Flamenco Fusión“ zeigte. Ein Dialog der Virtuosen In der besonderen Akustik der Friedenskirche präsentiert de la Ana ein Projekt von seltener emotionaler Dichte – Rubín de la Ana: Als Herzstück des Abends verkörpert er die seltene Doppelbegabung von Guitarrero und Cantaor. Sein Spiel verbindet technische Brillanz mit kompositorischer Tiefe, während seine tief kehlige Stimme die ursprüngliche Emotion von Jerez unmittelbar spürbar macht Chiharu Bley (Cello) lässt in hochelegantem Dialog mit der Gitarre die strukturelle Tiefe des Flamencos hörbar werden. Lorena Caballero (Baile) übersetzt die stolze Schule von Jerez in eine physische Partitur aus brillantem Zapateado und überwältigender Bühnenpräsenz Hier manifestiert sich der Duende – jener transzendente Moment, in dem die Zeit stillsteht Das Konzert zählt zu de la Anas proyecto La tierra mía, sus voces y ecos.  Das Zentrum bildet die stolze Schule von Jerez. Rubin de la Ana präsentiert bei jedem Konzert einen anderen Meistertänzer aus seiner Heimat, um dem Publikum die Vielfältigkeit der Interpretation einzelner Palos zu präsentieren. Entwickelt wurde das Konzept 2019. Lockdowns, Teillockdowns und die teils massiven Folgen führten dazu, dass das erste Konzert zeitlich verzögert erst am 23. April 2023 zur Aufführung gebracht werden konnte. Die Meisterschaft der Auswahl Zentrales Element von de la Anas künstlerischer Vision ist die kompromisslose Auswahl seiner Mitwirkenden. Nur Solisten, die die hohe Schule von Jerez de la Frontera authentisch verkörpern, erhalten das Privileg einer Einladung. Zu diesem handverlesenen Kreis von Bailaores gehört Lorena Caballero (Aktuelle Gastsolistin aus Jerez) Sakrale Räume De la Anas Wirken zeichnet sich durch eine tiefe Sensibilität für den Raum aus. Während er in der St. Canisius Kirche mit seinen legendären Flamenco-Messen (Misa Flamenca) spirituelle Maßstäbe setzte, nutzt er für sein Projekt La tierra mía, sus voces y ecos die besondere Akustik renommierter Orte wie die St. Matthäus Kirche am Kulturforum, der Auenkirche, der Trinitatiskirche, die Friedenskirche an der Bismarckstraße sowie den Variete Salon des IKC ufaFabrik Berlin. ©Thurid Ilka Gertich

Quelle: eventfinder.de