Achtes Sinfoniekonzert - Hannover.de
Veranstaltungsort
Die Ausnahmegeigerin Antje Weithaas und das Niedersächsische Staatsorchester unter der Leitung von Mario Hartmuth spielen Werke von Bach, Berg und Schostakowitsch am 21. und 22. Juni im Opernhaus.
Johann Sebastian Bach hatte einen musikalischen Nachnamen: Alle Buchstaben seines Familiennamens existieren als Töne (B-A-C-H). Dmitri Schostakowitsch verehrte Bach, was sich in der Komposition der 24 Präludien und Fugen op. 87 zum „Bach-Jahr“ 1950 niederschlug, die Schostakowitsch also etwa zwei Jahre vor seiner 10. Sinfonie zu Papier brachte. Mit der Musikalität von Schostakowitschs Namen ist es eigentlich nicht so weit her. Trotzdem wagte er gerne und häufig die Anwendung seines „musikalischen Autogramms“ in seinen Werken — jeweils in der Initialen-Form D-(E)S-C-H. In der Sinfonie Nr. 10 baut Schostakowitsch seine musikalischen Initialen immer wieder ein; ein Ausdruck dafür, wie wichtig die Sinfonie für ihn selbst war. Doch ist sein Opus 93 viel mehr als nur ein „Selbstporträt“. Häufig wird die Komposition als tönendes Porträt der Stalin-Jahre und Schostakowitschs Auseinandersetzung mit Stalin interpretiert — und ist doch so viel mehr als „nur“ politisch. Ins Private zielt Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester, das der Komponist der 18-jährig an Kinderlähmung verstorbenen Tochter von Alma Mahler-Werfel und Walter Gropius widmete. Berg zitiert hierin aus der Bach-Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort und bringt am Ende die Töne B-A-C-H prominent an. Im letzten Sinfoniekonzert der Saison beginnen wir allerdings ganz von vorn. Mit Bachs eigener B-A-C-H-durchwobener Kunst der Fuge. Zurück zu den Ursprüngen. Zurück zum reinen Fließen der Töne. Aus den Instrumenten heraus.
Johann Sebastian Bach Auszüge aus Die Kunst der Fuge BWV 1080
Alban Berg Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Antje Weithaas, Violine Arno Lücker, Dramaturgie Mario Hartmuth, Leitung Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
21.06.2026 ab 17:00 Uhr
22.06.2026 ab 19:30 Uhr
Opernhaus Hannover Opernplatz 1 30159 Hannover
Staatstheater Hannover
Rollstuhlgerecht
Veranstaltungskalender
Vom Kammerchor über die festliche Oper bis hin zu internationalen Klassikwettbewerben: das sind die...
Veranstaltungskalender
Hier gibt's was auf die Ohren: Ob Kneipe, Stadion oder Stadtteilbühne – Hannovers Live-Musikszene...
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06.03.2026
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Johann Sebastian Bach hatte einen musikalischen Nachnamen: Alle Buchstaben seines Familiennamens existieren als Töne (B-A-C-H). Dmitri Schostakowitsch verehrte Bach, was sich in der Komposition der 24 Präludien und Fugen op. 87 zum „Bach-Jahr“ 1950 niederschlug, die Schostakowitsch also etwa zwei Jahre vor seiner 10. Sinfonie zu Papier brachte. Mit der Musikalität von Schostakowitschs Namen ist es eigentlich nicht so weit her. Trotzdem wagte er gerne und häufig die Anwendung seines „musikalischen Autogramms“ in seinen Werken — jeweils in der Initialen-Form D-(E)S-C-H. In der Sinfonie Nr. 10 baut Schostakowitsch seine musikalischen Initialen immer wieder ein; ein Ausdruck dafür, wie wichtig die Sinfonie für ihn selbst war. Doch ist sein Opus 93 viel mehr als nur ein „Selbstporträt“. Häufig wird die Komposition als tönendes Porträt der Stalin-Jahre und Schostakowitschs Auseinandersetzung mit Stalin interpretiert — und ist doch so viel mehr als „nur“ politisch. Ins Private zielt Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester, das der Komponist der 18-jährig an Kinderlähmung verstorbenen Tochter von Alma Mahler-Werfel und Walter Gropius widmete. Berg zitiert hierin aus der Bach-Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort und bringt am Ende die Töne B-A-C-H prominent an. Im letzten Sinfoniekonzert der Saison beginnen wir allerdings ganz von vorn. Mit Bachs eigener B-A-C-H-durchwobener Kunst der Fuge. Zurück zu den Ursprüngen. Zurück zum reinen Fließen der Töne. Aus den Instrumenten heraus.
Johann Sebastian Bach Auszüge aus Die Kunst der Fuge BWV 1080
Alban Berg Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Antje Weithaas, Violine Arno Lücker, Dramaturgie Mario Hartmuth, Leitung Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
21.06.2026 ab 17:00 Uhr
22.06.2026 ab 19:30 Uhr
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Quelle: hannover.de